10 Tipps zur Stressbewältigung im Arbeitsalltag

Jeden Tag kommen neue Aufgaben und Termine im Büro dazu - Stress ist quasi vorprogrammiert. Arbeitspsychologin Barbara Hellweger erklärt 10 Wege, wie Sie am besten mit Stress umgehen können.

Gründe analysieren 

Werden Sie sich darüber klar, warum Sie gestresst oder gar überfordert sind. Sind Ihnen zu viele Aufgaben zugeteilt, bearbeiten Sie ein bestimmtes Projekt, kämpfen Sie mit zeitlichen Engpässen oder gibt es private Probleme von denen Sie beeinflusst werden? Sobald Sie sich über die Gründe Ihres Stressgefühls bewusst werden, können Sie sich konkret Unterstützung suchen und aktiv Stress reduzieren.  

Vorausplanen 

Zeitmanagement ist unabdinglich zur Vermeidung von Stress. Planen Sie ihren Arbeitstag im Voraus und priorisieren Sie ihre Aufgaben. So behalten Sie den Überblick und Ihr Tag bekommt eine Struktur. Übernehmen Sie sich bei der Planung der Aufgaben jedoch nicht und bleiben Sie realistisch.

Pausen 

Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie gelegentlich eine Pause machen. Pausen oder kurze Arbeitsunterbrechungen sind sehr wichtig. Stehen Sie auf und gehen Sie an die frische Luft, dies wird Ihnen dabei helfen einen klaren Kopf zu bewahren. 

Fragen Sie nach Unterstützung 

Sich einzugestehen, dass man überfordert und gestresst ist, ist keine Schande. Trauen Sie sich Ihren Vorgesetzten oder Ihre Kollegen um Hilfe zu fragen. Haben Sie auch keine Angst „Nein“ zu sagen, wenn Sie keine Kapazitäten mehr zur Verfügung haben.

Arbeitsklima 

Ein schlechtes Arbeitsklima kann dazu führen, dass Aufgaben oder Probleme als viel schwerwiegender empfunden werden, als sie im Grunde genommen sind. Daher lohnt es sich Spannungen früh zu erkennen und Konflikte so schnell wie möglich zu lösen.

Barbara-Hellweger-Target Group - c Axel-Springer

Arbeitspsychologin Barbara Hellweger (c) TARGET GROUP/Axel Springer

Arbeitsplatz 

Die Arbeitsbedingungen können auch stressig sein. Vor allem die Lautstärke in den Büros spielt dabei eine große Rolle. Treffen Sie daher mit Ihren Arbeitskollegen Vereinbarungen oder suchen Sie das Gespräch, wenn Sie etwas stört.
Auch ihre gestressten Arbeitskollegen sind imstande Ihr Stresslevel negativ zu beeinflussen. Versuchen Sie sich mental vom Stress der anderen abzugrenzen. Diese imaginäre Mauer kann bereits helfen ruhig zu bleiben und den Stress nicht an sich heranzulassen. 

Es muss nicht alles perfekt sein

Perfektionisten haben oft den meisten Stress, da sie sich enorm unter Druck setzen. Richten Sie Ihr Augenmerk auf das Wesentliche – es muss nicht immer alles perfekt sein.

Bewusste Trennung von Arbeit und Freizeit

Nehmen Sie den Stress der Arbeit nicht mit nach Hause und trennen Sie bewusst Beruf und Freizeit. Wenn Sie in Ihrem Privatleben noch durch die Arbeit gestresst sind, kann das Ihre Beziehungen und Ihre private Situation negativ beeinflussen. Wechseln Sie zu Hause Ihre Kleidung oder sperren Sie nach einem erfolgreichen Arbeitstag die Bürotür ab. Diese scheinbar einfachen Handlungen können Ihnen helfen sich bewusst vom Arbeitsalltag zu distanzieren

Anzeichen erkennen und sich eingestehen

Sie leiden unter Schlafstörungen oder sind auffällig öfter krank? Sie sind vergesslicher oder Ihre Leistungskraft lässt nach? Diese Symptome können bereits auf ein mögliches Burnout hinweisen und sollten auf keinen Fall ignoriert werden. Nehmen Sie sich besorgte Kommentare aus Ihrem sozialen Umfeld zu Herzen – Betroffene erkennen die Warnsignale oft erst zu spät oder wollen sich eine Überforderung nicht eingestehen.

Mut zum Jobwechsel

Gelegentlicher Stress ist nicht ungewöhnlich. Zieht sich dieses Stressgefühl allerdings über einen längeren Zeitraum, und haben Sie das Gefühl auch in Ihrer Freizeit nicht mehr zur Ruhe zu kommen, kann es Ihr Leben negativ beeinflussen. Manchmal ist der einzige Ausweg sich über einen Jobwechsel Gedanken zu machen. Diesen Schritt sollten Sie auf jeden Fall bedenken, wenn Sie schon Ihren Vorgesetzten über Ihre Überforderung informiert haben, und keine Veränderung eintritt. 

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Finden Sie sich in einer akuten Stresssituation wieder?

Ein tiefer Atemzug kann Ihnen helfen einen kühlen Kopf zu bewahren. Durch das bewusste Atmen sinkt der Puls und Sie werden automatisch ruhiger.
Stehen Sie auf und gehen Sie ein paar Schritte. So können Sie sich körperlich und mental aus der stressigen Lage zurückziehen.

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Dieser Artikel erschieb ursprünglich in der Ausgabe 01/2018 des top.tirol und wurde überarbeitet.

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