Arbeitsmarkt: Gute Zeiten, um sich zu bewerben?

Unternehmen ergreifen in Krisenzeiten die Chance, um Spezialisten zu rekrutieren, sagt die Personalvermittlerin Jasmin Walch.

Arbeitsmarkt: Gute Zeiten, um sich zu bewerben?

Innsbruck - Immer mehr Menschen verlieren aktuell ihren Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenzahlen schnellen in die Höhe. Daher ist der Schluss für viele naheliegend: Sich derzeit zu bewerben, ist sinnlos. Warum man aber gerade Krisenzeiten für Bewerbungen nützen sollte, weiß die Rekrutierungsexpertin Jasmin Walch.

"Mir ist bewusst, dass die Situation derzeit für Arbeitssuchende extrem schwierig ist", sagt sie.

"Die Erfahrung hat aber gezeigt, das sFirmen gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten die Chance ergreifen, um Spezialisten zu rekrutieren. Vergangene Woche beispielsweise haben wir eine Person für eine sehr gute Position in der Buchhaltung in einem gemeinnützigen Wohnbauträger besetzt", so Walch weiters. Viele Unternehmen haben eine mittel- bis langfristige Ausrichtung in der Personalbesetzung. Betriebe suchen derzeit also teilweise akut, aber auch in Voraussicht nach Mitarbeitern. "Einige Unternehmen kommen mit Stellenangeboten auf uns zu, weil sie sagen: Vielleicht spielt uns die Krise in die Hände, wonach wir an bestimmten Fachkräften schon lange suchen", erzählt die Expertin für Rekruting und Personalmanagement bei Duftner und Partner. Nach wie vor stehen Pensionierungen an, es fehlen Spezialisten und es herrscht ein Fachkräftemangel. Das Personalthema sei daher immer ein Thema, ist Walch überzeugt.

Ihr Appell an die Arbeitssuchenden lautet: "Nützt die Zeit, um den Lebenslauf aufzupolieren, werdet euch bewusst, was ihr machen möchtet, fasst eine Weiterbildung ins Auge, um die persönlichen Kompetenzen zu erweitern und schickt lieber eine Bewerbung zu viel raus als eine zu wenig." Darüber hinaus rät die Expertin, sich Tagesziele zu setzen: "Es gibt Webinare, die man online, oftmals auch kostenlos, machen kann, jeder weiß selber am besten, wo die eigenen Schwächen liegen."

Von Nina Zacke, erschienen am 28.03.2020 in der Tiroler Tageszeitung

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