Die Lehre in Tirol als Karrieresprungbrett

In Tirol werden insgesamt 153 Einzel-Lehrberufe angeboten. In weiteren 26 Berufen kann außerdem eine Doppellehre gemacht werden. Damit lässt sich eine solide Basis für eine erfolgreiche Karriere legen.

Insgesamt stehen den Jugendlichen nach der Schulpflicht rund 180 Möglichkeiten einer praktischen Berufsausbildung offen. Die meisten Lehrausbildungen schließen nach drei Jahren mit der Lehrabschlussprüfung ab. Danach können die Jugendlichen sofort als qualifizierte Fachkräfte in ihrem erlernten Berufsbereich tätig werden. Den Großteil der Ausbildungszeit verbringen die Jugendlichen im Betrieb und erlernen dort ihren Traumberuf unter „realen“ Bedingungen an Maschinen, Geräten und mit Kundenkontakt mit ihren Lehrlingsausbildern und Kolleginnen und Kollegen. Ergänzt wird das durch den verpflichtenden Unterricht in einer Fachberufsschule. Dieser Unterricht findet, je nach Lehrberuf, geblockt über mehrere Wochen oder an einem Tag in der Woche statt. Während der Ausbildung verdienen die Jugendlichen, im Gegensatz zur Schule, bereits ihr erstes eigenes Geld. Die Lehrlingsentschädigung ist österreichweit kollektivvertraglich geregelt, die Höhe ist abhängig von Beruf und Lehrjahr.

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Praxisbezug als großer Vorteil
Die Vorteile einer Lehrausbildung liegen somit auf der Hand. Die Jugendlichen erlernen ihren Traumberuf mit einer Kombination aus praxisbezogener Ausbildung im Lehrbetrieb und den Vorteilen einer schulischen Ausbildung in der Berufsschule. Bereits frühzeitig werden soziale Kompetenzen durch den Umgang mit Kunden und Arbeitskollegen geschult und verbessert und die Jugendlichen in ihrer Eigenständigkeit gestärkt. Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehrausbildung stehen den qualifizierten Fachkräften alle Türen offen.

Lehre mit Matura
Wer sich die beste Ausgangsposition für seine berufliche Karriere sichern will, macht die Lehre und Matura. Zweigleisig zu fahren hat den großen Vorteil, sich mit zwei fertigen Ausbildungen alle Möglichkeiten zu eröffnen. Denn für die Karriere im Betrieb zählen die Praxiserfahrung und die absolvierten Ausbildungen. Die beste Praxis bringt der Lehrberuf, und die hochwertigsten Ausbildungen kommen von der Uni oder der Fachhochschule. Und dazu braucht man auf jeden Fall die Reifeprüfung. Die neue Struktur der „Lehre und Matura“ am WIFI ebnet den direkten Weg zur Reifeprüfung: Die kostenlose Ausbildung ist in zwei Abschnitte gegliedert und startet monatlich. Der erste Abschnitt sichert ein einheitliches Niveau für alle Einsteiger. Nach dem erfolgreichen ersten Abschnitt führt der zweite Abschnitt direkt zur Matura, in Innsbruck und in allen Bezirken Tirols.  Bei der Ausbildung unterscheidet man zwei Modelle. Beim „integrierten Modell“ findet die Maturavorbereitung während der Arbeitszeit statt. Der Lehrling wird einen halben Tag pro Woche von der Arbeit freigestellt, um die Maturakurse zu besuchen. Dabei ist die Zustimmung des Ausbildungsbetriebs Voraussetzung. Es gibt auch ein „begleitendes Modell“: Dabei besucht der Lehrling die Maturakurse ausschließlich in der Freizeit.
 

Die Lehre als Karrieresprungbrett ohne berufliche Grenzen

Die Lehre – ein Weg ohne berufliche Grenzen!
„Als ich die Friseurlehre mit 22 Jahren begonnen habe, war mir gar nicht bewusst, welche Türen sich mir durch einen Lehrberuf öffnen würden. Wer Engagement und Leidenschaft mitbringt, findet in der Lehre eine tolle Chance, seine Träume zu verwirklichen und erfolgreich zu werden. Dabei ist alles möglich: exzellenter Mitarbeiter zu sein, Friseurmeister, Salonleiter, Friseurtrainer, Fachtrainer oder sogar Friseurunternehmer. Wir Unternehmer müssen den jungen Menschen und auch deren Eltern klarmachen, dass es mit einer Lehre keine beruflichen Grenzen mehr gibt. Ein Indiz dafür ist, dass inzwischen immer mehr Fachkräfte auch in Führungspositionen zu finden sind. Zahlreiche Beispiele belegen, dass der Slogan „Karriere mit Lehre“ schon  Wirklichkeit ist.“
Clemens Happ Landesinnungsmeister und Bundesinnungsmeister-Stellvertreter

Sprungbrett für globale Karrieren  
„Wer sich für einen Beruf im Tiroler Tourismus entscheidet, öffnet damit eine Tür in die Welt der Gastlichkeit und startet eine Ausbildung, die weltweit anerkannt und geschätzt wird. Tirol ist ein Land der Gastgeber. Daher ist es besonders wichtig, perfekt ausgebildet und vorbereitet auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu sein. Gemeinsam mit ihren vielen tausend Mitarbeitern schafft es die Tiroler Tourismuswirtschaft, höchste Qualität, höchste Sicherheit und damit beste Gastfreundschaft anzubieten. Unsere qualifizierten Lehrbetriebe und modernen Berufsschulen bieten eine umfassende Ausbildung im Rahmen unserer bewährten dualen Ausbildung! Eine Lehre in der Tiroler Tourismuswirtschaft wird so zum Sprungbrett für globale Karrieren.“
Franz Hörl, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol

Auf der Website der Tiroler Fachberufsschulen oder auf karrieremitlehre.tirol können gibt es außerdem viele weitere Informationen zum Thema Lehre

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Dieser Artikel ist im Bildung und Karriere in Tirol 2017“ erschienen.

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