Die schriftliche Bewerbung: 10 nützliche Tipps für mehr Erfolg

Auch wenn Ihre Qualifikation noch so gut ist, es kommt immer auch auf die "Verpackung" an! Hier finden Sie 10 Tipps, zur schriftlichen Bewerbung!

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Die schriftliche Bewerbung ist für viele Bewerber eine Hürde. Kein Wunder – denn oft ist es die einzige Chance, eine begehrte Stelle zu ergattern. Nur eine hochwertige und allen Anforderungen gerecht werdende Bewerbung kommt in die engere Auswahl. Wie schaffen Sie es als Bewerber, die Aufmerksamkeit auf sich und Ihre Qualitäten zu lenken? Angesichts der hohen Anzahl von Bewerbungen überfliegen viele Personaler die Bewerbungen nur noch. Nur wenn Sie mit Ihrem schriftlichen Auftritt überzeugen, haben Sie Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mit den folgenden Tipps landen Sie mit Ihrer Bewerbung einen Volltreffer und gehen Fettnäpfchen aus dem Weg.

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Tipp 1: Ordnung in der Bewerbungsmappe
Die Bewerbungsmappe ist das Erste, was nach dem Öffnen des Briefumschlags auf dem Tisch des Personalers liegt. Eine makellose und saubere Mappe garantiert einen guten Einstieg. Beim Kauf der Mappe heißt es: auf hohe Qualität achten und im Zweifel lieber einen Euro mehr in die Hand nehmen. In die Bewerbungsmappe gehören das Deckblatt mit Foto, das Bewerbungsschreiben, der Lebenslauf und die Anlagen. Ein wertiger Eindruck aller in der Mappe enthaltenen Elemente trägt zum positiven ersten Eindruck für die schriftliche Bewerbung entscheidend bei.

Tipp 2: Aufmerksamkeit wecken mit dem Deckblatt
Auf dem Deckblatt gibst du Titel, Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten an. Hier findet auch ein großformatiges Bewerbungsfoto Platz. Im Titel des Deckblatts lässt sich auch der Name des Unternehmens anführen. Der Firmenname stärkt die Individualisierung und optimiert die Ansprache. In der Regel widmet ein Personaler einer Bewerbung nur 2 bis 5 Minuten. In diesem Zeitraum ist er zu überzeugen, dass Sie der geeignete Kandidat für die zu besetzende Stelle sind. Wer das berücksichtigt und bereits mit dem Deckblatt einen überzeugenden Einstieg bietet, hat für die schriftliche Bewerbung bereits einen Fuß in der Tür.

Tipp 3: Klares Layout im Bewerbungsanschreiben
Eine gut lesbare Schrift erleichtert das Durchlesen des Anschreibens. Kein Personaler möchte sich mühsam durch Anschreiben und Lebenslauf quälen. Wenn Schrifttyp und Schriftgröße zum Weiterlesen einladen, bleiben die Inhalte besser hängen. Auch eine sinnvolle Gliederung macht das Bewerbungsanschreiben einladender. Handschriftlich geschriebene Bewerbungen sind im 21. Jahrhundert fehl am Platz. Auch kleine Betriebe sortieren eine mit der Hand geschriebene schriftliche Bewerbung aus, da dies auf eine mangelnde Professionalität und Ernsthaftigkeit schließen lässt.

Tipp 4: Stichhaltige Argumente für die schriftliche Bewerbung anführen
Das Anschreiben ist das wichtigste Element einer Bewerbung, denn hier müssen Sie den Leser von Ihren Qualitäten überzeugen. Der formale Aufbau verlangt einen Briefkopf mit Namen, Adresse und Kontaktdaten. Ein bewährter Einstieg in das Bewerbungsanschreiben ist die Begründung, warum Sie sich bei diesem Unternehmen bewerben. Mit auf das Unternehmen bezogenen Argumenten vermeiden Sie den Eindruck, Sie würden Ihre schriftliche Bewerbung als standardisiertes Bewerbungsschreiben in leicht modifizierter Form an einen großen Verteiler schicken. In dem Anschreiben ist auch die Frage zu beantworten, warum Sie die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle sind. Wie decken sich Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten mit dem Anforderungsprofil? Die Argumentation sollte schlüssig und nachvollziehbar sein. Hier kann auch ein Querverweis zu Passagen im Lebenslauf hergestellt werden, wenn es sich anbietet.

Tipp 5: Recherche, Recherche, Recherche
Damit Sie als Problemlöser auftreten und den Personaler überzeugen können, müssen Sie über das Unternehmen Bescheid wissen. Daher zählt es zu den wichtigsten Vorbereitungen für die schriftliche Bewerbung, umfassende Informationen über das Unternehmen einzuholen. Mit dem so erworbenen Hintergrundwissen heben Sie sich von anderen Bewerbern ab und überraschen den Personaler. Für die Recherche lassen sich Informationen aus dem Internet und dem Presseportal des Unternehmens nutzen. Große Unternehmen bieten auch die kostenlose Zusendung von Informationsmaterial an. Noch mehr Hintergrundinformationen erhalten Sie über Kontakte zu Mitarbeitern, die Ihnen über nicht der Schweigepflicht unterliegende betriebliche Interna berichten können.

Tipp 6: Das eigene Licht nicht unter den Scheffel stellen
Smarte Bewerber heben ihre Qualifikationen, Abschlüsse und Weiterbildungen deutlich hervor. Auch eine aus Bewerbersicht scheinbar nebensächliche Bildungsmaßnahme kann einen für das Unternehmen nützlichen Querbezug aufweisen und der Karriere dienen. Nach wie vor wird Zeugnissen und Qualifikationen in Österreich ein hoher Stellenwert beigemessen. Am besten ist es, wenn das Unternehmen erkennt, welchen Wert es aus einer bestimmten Ausbildung oder Weiterbildung zieht und inwiefern sich ein Bezug zum Tätigkeitsfeld der ausgeschriebenen Stelle herstellen lässt.

Tipp 7: Professionelles Bewerbungsfoto für die schriftliche Bewerbung
Dem Bewerbungsfoto messen viele Personaler eine hohe Bedeutung zu, auch wenn einige Konzerne Vorbildern aus dem Ausland folgen und ihre Bewerber darum bitten, von der Zusendung eines Bewerbungsfotos abzusehen. Das Motiv liegt auf der Hand, denn von der emotionalen Wirkung eines Bewerbungsfotos kann sich kaum ein Personaler freimachen. Ein Bewerbungsfoto kann Sympathie, Aufgeschlossenheit oder auch Unnahbarkeit ausstrahlen. Solange Bewerbungsfotos für die schriftliche Bewerbung von den meisten Unternehmen noch erwartet werden, sollte die Anfertigung einem professionellen Fotografen überlassen werden. Das mit dem eigenen Smartphone geschossene Selfie gehört ebenso wenig in die Bewerbungsmappe wie ein bereits zehn Jahre altes Foto. Ein guter Fotograf weiß Bewerber vorteilhaft in Szene zu setzen und kann aus seiner Erfahrung heraus auch Tipps zur passenden Bekleidung für die schriftliche Bewerbung geben.

Tipp 8: Nicht aus dem Rahmen fallen
In den meisten Fällen ist es ratsam, sich beim Bewerbungsschreiben an Konventionen zu halten und keine Effekthascherei zu betreiben. Eine Ausnahme sind kreativ auftretende Unternehmen, die in der Außenwirkung auf Originalität setzen und eine gewisse Nonkonformität auch von einem Bewerber verlangen. In diesen Fällen können einer Bewerbung originelle Elemente hinzugefügt werden. Diese Ergänzungen sollten aber die Seriosität der gesamten Bewerbung nicht in Frage stellen. Bewerben Sie sich bei einem Unternehmen aus einer eher konservativen Branche, halten Sie sich strikt an das konventionelle Format für die schriftliche Bewerbung und nehmen Sie keine Abweichungen vor.

Tipp 9: Lebenslauf ohne jede Lücke
Beim Lebenslauf hat sich seit vielen Jahren die tabellarische Form durchgesetzt. Der Lebenslauf listet den beruflichen Werdegang mit Ausbildungen, Qualifikationen und Kenntnissen des Bewerbers in chronologischer Folge auf. Eine klare Strukturierung und ein übersichtlicher Aufbau geben dem Personaler innerhalb kurzer Zeit einen Überblick über alle relevanten beruflichen Stationen. Durchgesetzt hat sich der amerikanische Lebenslauf für die schriftliche Bewerbung. Bei diesem Format wird die zuletzt ausgeübte Beschäftigung an oberster Stelle angeführt. Damit kommen Sie den Bedürfnissen des Personalers entgegen, der in erster Linie an den Anstellungen aus der jüngeren Vergangenheit interessiert ist. Lücken im Lebenslauf sind unbedingt zu vermeiden. Jeder Zeitraum ist für die schriftliche Bewerbung anzugeben und zu beschreiben. Durch eine positive Umschreibung kannst du auch eine Auszeit, eine Krankheit oder häufige Stellenwechsel als für deine persönliche Entwicklung förderlich darstellen. Einen längeren Auslandsaufenthalt kannst du zum Beispiel zum Erweitern deiner Sprachkenntnisse genutzt haben.

Tipp 10: Aufforderung zur Kontaktaufnahme
Als kluger Bewerber bieten Sie am Schluss des Anschreibens an, sich bei Klärungsbedarf und Fragen gern zu kontaktieren. Bitten Sie Ihren Ansprechpartner im Unternehmen höflich um eine Kontaktaufnahme zwecks Terminvereinbarung für ein Bewerbungsgespräch. Die Aufforderung signalisiert Ihre proaktive Herangehensweise und macht dem Personaler deutlich, dass Sie motiviert und aufgeschlossen für neue berufliche Perspektiven sind. Die händische – und nicht aufgedruckte – Unterschrift schließt das Anschreiben formvollendet ab und ist nicht zu vergessen.

Fazit
Die schriftliche Bewerbung ist nach wie vor eine wichtige Hürde, die von jedem Bewerber zu nehmen ist. Mit einem geschickten Aufbau, einer individuellen Ansprache und einem Auftritt als Problemlöser schaffen Sie es, die Aufmerksamkeit der Personalabteilung zu wecken.

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