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Home-Office: Vertrauen, Kontrolle und die Suche nach Balance
In den vergangenen Jahren wurde Home-Office immer beliebter. Aktuell scheiden sich die Geister über diese Arbeitsform.

Innsbruck – Home-Office: Was einst für viele Führungskräfte ein No-Go war, hat sich während der Pandemie zu einer Notwendigkeit entwickelt. Die Diskussion um Vertrauen und Kontrolle im Home-Office ist jedoch neu entbrannt, wie ein aktueller Vorfall zeigt, der zuletzt auf einer Netzwerk-Plattform für Aufsehen sorgte. Ein Hamburger IT-Unternehmen geriet in die Schlagzeilen, als der Chef seinen Unmut über eine Mitarbeiterin äußerte, die während der Arbeitszeit einen Friseurtermin wahrnahm.
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An diesem Beispiel zeigt sich, dass beim Home-Office Vertrauen ein elementarer Faktor ist. „Es ist entscheidend, dass Führungskräfte ihren Mitarbeiter:innen vertrauen und sich auf die Ergebnisse konzentrieren, anstatt auf die Anzahl der geleisteten Stunden“, betont Susanne Seher, Geschäftsführende Gesellschafterin von Seher+Partner, einer renommierten österreichweiten Personalberatung. Diese Sichtweise werde von vielen geteilt, die der Meinung sind, dass Home-Office die Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit verbessern sollte. Laut Seher gebe es zwar derzeit bei uns keine bekannten Vorfälle wie den Friseurtermin im Home-Office. Dennoch beobachte sie, dass einige Unternehmen ihre Mitarbeiter:innen wieder ins Büro zurückholen.
„Das ist ein Trend, der spürbar ist“, so Seher, die aktuell auch Projekte umsetzt, bei denen die Unternehmen ihre Mitarbeiter:innen komplett ins Büro zurückholen. Es gehe den Unternehmen dabei aber nicht nur um Kontrolle, sondern auch um den Teamgeist und den kreativen Austausch, der im Büro oft besser gelingt. „Die Rückkehr ins Büro ist für viele Unternehmen daher ein ‚Knackpunkt‘, meint Helga Töpfl, Geschäftsführende Gesellschafterin bei Seher+Partner. Besonders mittelständische Unternehmen in Österreich würden darin eine Möglichkeit sehen, den Teamgeist zu stärken und die Zusammenarbeit zu fördern. Sind einige im Home-Office und andere im Büro, muss viel strukturierter und vorausschauender gearbeitet werden. Sitzt das Team gemeinsam im Büro, ist man flexibler und schnelllebiger.
Vor allem junge Arbeitnehmer:innen wollen die Option im Home-Office zu arbeiten.
Ein weiterer Aspekt, der in der Diskussion um das Home-Office eine Rolle spiele, sei die Frage der Arbeitsbedingungen. Arbeitgeber:innen haben das Recht, diese festzulegen, und private Termine während der Arbeitszeit sind in der Regel nicht erlaubt. „Es ist wichtig, dass zwischen Führungskräften und Mitarbeiter:innen klare Absprachen über die Arbeitszeiten getroffen werden“, rät Seher. Sollte es Abweichungen geben, wie im Fall des Friseurbesuchs, ist es ratsam, dies im Voraus mit dem Vorgesetzten abzusprechen. Seher weist darauf hin, dass dies eine Frage der Unternehmenskultur sei. „Einige Unternehmen haben erkannt, dass sie ohne Home-Office bestimmte Bewerber:innengruppen ausschließen würden, insbesondere junge Arbeitnehmer:innen, die diese Flexibilität schätzen.“ Abschließend lässt sich rundum die Diskussion sagen, dass das Home-Office sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Es erfordere eine klare Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeiter:innen. „Am Ende kommt es auf den Arbeitnehmer:innen-Typ an. Manche wollen ins Büro, andere schätzen die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten“, fasst Seher zusammen. Wichtig sei, dass Unternehmen flexibel bleiben und die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter:innen berücksichtigen. „Die Diskussion wird sicherlich weitergehen, da sich die Arbeitswelt stetig verändert und neue Herausforderungen mit sich bringt“, so Töpfl abschließend.
Das Wichtigste aus dem Artikel:
Home-Office: Was einst für viele Führungskräfte ein No-Go war, hat sich während der Pandemie zu einer Notwendigkeit entwickelt. Vertrauen und Kontrolle sind zentrale Themen, die die Arbeitsweise im Home-Office prägen.
Teamgeist und Zusammenarbeit: Einige Unternehmen holen Mitarbeiter:innen zurück ins Büro, um den kreativen Austausch und den Teamgeist zu fördern, was besonders in mittelständischen Unternehmen geschätzt wird.
Klare Absprachen: Arbeitsbedingungen im Home-Office erfordern klare Kommunikation und Absprachen über Arbeitszeiten, um Missverständnisse zu vermeiden und die Unternehmensflexibilität zu bewahren.
Erschienen am 08.03.2025 in der Tiroler Tageszeitung
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