Homeoffice und Homeschooling

Seit einiger Zeit sind die Kindergärten und Schulen mit ein paar Ausnahmen nun schon geschlossen. Für die Eltern bedeutet das, die Kinder müssen zu Hause betreut werden, meist neben der eigenen Arbeit. Und das ist gar nicht so leicht.

Viele Eltern stehen derzeit vor einer Mammutaufgabe: im Homeoffice produktiv sein und gleichzeitig die Kinder bei Laune halten. Das zu schaffen ist schwer und bedarf einem gewissen Ausmaß an Disziplin, sowie Einfallsreichtum.

Von Psychologen wird geraten, eine „normale“ Zeitstruktur und Routine beizubehalten, auch wenn man nicht aus dem Haus geht. Das bedeutet geregeltes Aufstehen jeden Tag, Zähneputzen, Anziehen, Frühstücken etc., und zwar sowohl für die Kinder als auch für die Eltern. Diese Routine kann sich natürlich zeitlich ein wenig verschieben bzw. gemütlicher werden, weil der Weg in die Arbeit und zur Schule entfällt. Sie sollte jedoch trotzdem da sein, auch wenn das manchmal schwieriger ist.

Auch für Kinder ist ein geeigneter "Arbeitsplatz" wichtig

Ältere Kinder können ihre Schulaufgaben in ihrem Zimmer, oder an einem für sie eingerichteten Platz machen. Für eventuelle Fragen ist es hilfreich, klare Zeitfenster anzugeben, wann gefragt werden darf, sodass man sich als Elternteil besser auf die eigene Arbeit konzentrieren kann. Wichtig sind auch sowohl für Kinder, als auch Erwachsene regelmäßige Pausen.

Je jünger die Kinder sind, desto schwieriger wird die Betreuung. Eine Option ist es, dem Kind einen „Arbeitsplatz“ neben dem eigenen einzurichten. Denn sehr oft wollen die Kinder das tun, was auch Mama oder Papa tun. Um die Kleinen während der eigenen Arbeit bei Laune zu halten bieten Pinterest und Co eine Menge toller Basteltipps und Projektideen, sodass sich die Kinder zumindest eine Weile lang selbstständig unterhalten können.

Mit Kindern im Homeoffice: Aufteilung der Kinderbetreuung von Vorteil

Wer mit dem Partner oder der Partnerin zusammenlebt, hat den Vorteil, dass man sich die Betreuungszeiten aufteilen kann: Am Vormittag ist der eine Elternteil für die Kinder zuständig, am Nachmittag der andere. Das funktioniert natürlich noch besser, wenn man ein eigenes Zimmer bestimmt, in dem die Tür verschlossen werden kann und man ein paar Stunden lang ungestört arbeiten kann. Hier ist es wichtig, den Kindern zu erklären, dass dieses Zimmer nicht mehr betreten werden darf, sobald die Türe zu ist.

Alleinerzieher im Homeoffice: So können Kinderbetreuung und Arbeit parallel klappen

Für Alleinerzieher gibt es diese Option nicht. Man muss in dieser Situation umso mehr klare Regeln aufstellen und sich auch dessen bewusst sein, dass man die eigene Arbeit nicht gleich schnell erledigen kann wie im Büro. Für längere Konzentrationsphasen bietet es sich an, den Kindern ein bisschen mehr Bildschirmzeit, also Zeit vor dem Fernseher oder mit der Spielekonsole zu erlauben. Vorher muss natürlich abgemacht werden, dass das nur die Zeit während dieser Ausnahmesituation betrifft.

Hilfe anzunehmen ist auch in Zeiten von Corona völlig in Ordnung

Nach mehreren Wochen zu Hause kann es in jedem Haushalt vorkommen, dass man überfordert ist und eine Auszeit braucht. Hierfür werden noch immer Betreuungsoptionen in Kindergärten und Schulen angeboten. Die Kinder können auch nur für ein oder zwei Tage dorthin gebracht werden, um beiden Seiten eine Abwechslung zu bieten. Diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen, ist vollkommen in Ordnung und wichtig, um Kraft tanken zu können und um familiäre Krisen in dieser schon belastenden Zeit zu vermeiden.

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