Jobportrait: Biomedizinische Analytikerin – Große Sorgfalt und analytisches Denken

Als Biomedizinische Analytikerin an der Blutbank Innsbruck untersucht Sonja Bachhuber täglich Laborproben. Kreativität sei hier fehl am Platz.

Innsbruck - Wenn Sonja Bachhuber im Labor steht und eine passende Blutkonserve sucht, weiß sie, dass es für den Patienten möglicherweise gerade um Leben und Tod geht. Ihr Job als Biomedizinische Analytikerin (BMA) an der Blutbank Innsbruck bringt eine große Verantwortung mit sich.

"Im Labor kommt es vor allem auf Genauigkeit an. Wir arbeiten äußerst strukturiert, jeder Schritt muss nachvollziehbar sein. Kreativität ist bei uns fehl am Platz", lacht Bachhuber und bedient ein hochmodernes Analysegerät.

Eine Blutbank ist eine Art Lagerstätte für Blutkonserven. Bevor das Blut zu den Krankenhäusern ausgeliefert wird, führen Bachhuber und ihre Kollegen zahlreiche Labortests durch. Das Blut wird unter anderem auf Viren und Antikörper untersucht. Bachhuber ist vor allem mit der Blutgruppenbestimmung beschäftigt. Die Blutbank Innsbruck versorgt ganz Tirol mit Blutkonserven: Fast 40.000 Blutspenden werden pro Jahr verarbeitet, rund um die Uhr. Sonja Bachhuber mag die große Herausforderung ihres Berufs sowie das eigenverantwortliche Arbeiten. Biomedizinische Analytiker führen alle Laboruntersuchungen durch, die für Untersuchungen und Therapien, aber auch für Forschungszwecke notwendig sind. Dazu gehört vor allem das Untersuchen von Körperflüssigkeiten, etwa Blut und Harn.

Der Beruf bedingt ein großes technisches Verständnis, Biomedizinische Analytiker arbeiten täglich mit hochmodernen und sehr empfindlichen Analysegeräten. Dass sie in ihrem Berufsalltag keinen Patientenkontakt hat, stört Bachhuber nicht. Die 54-Jährige freut sich, dass ihre Tochter in ihre Fußstapfen tritt und ebenfalls den Beruf der Biomedizinischen Analytikerin erlernt. Dafür absolviert diese den 6-semestrigen Bachelorstudiengang "Biomedizinische Analytik". Seit 2006 wird die Ausbildung an Fachhochschulen durchgeführt, Matura oder Studienberechtigung ist Voraussetzung. Der Andrang ist groß, denn die Absolventen sind sehr gefragt. Je nach Ausrichtung arbeiten BMA in Laboratorien, in radiologischen bzw. nuklearmedizinischen Abteilungen von Krankenhäusern, Kuranstalten und Rehabilitationsanstalten oder auch in der pharmazeutischen Industrie. "Die Möglichkeiten dieses Berufs sind breit gefächert", schwärmt Bachhuber.

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Berufsportrait: Biomedizinische Analytikerin


Voraussetzungen: Interesse für Chemie, Medizin und Naturwissenschaften, mathematisch-analytisches Denken, technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Freude an ständiger Weiterbildung und -entwicklung, Fähigkeit zur Teamarbeit und zur interdisziplinären Zusammenarbeit
Ausbildung: Der Studiengang „Biomedizinische Analytik“ wird an Fachhochschulen angeboten, in Tirol am „fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe“.

Von Denise Neher, erschienen am 23.08.2020 in der Tiroler Tageszeitung

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