Jobportrait: Der Blick ins Körperinnere

Julia Mahlknecht ist Radiologietechnologin. Sie fertigt Röntgenbilder an und bedient Geräte wie Computer- und Magnetresonanztomographen.

Innsbruck - So wie andere den Computer hochfahren, fährt Julia Mahlknecht frühmorgens den Computertomographen hoch. In einem der zahlreichen Untersuchungsräume der Radiologie an der Universität Innsbruck wartet bereits der erste Patient des Tages auf die 37-Jährige. Aufgrund einer Tumorerkrankung hatte der ältere Mann vor einiger Zeit eine Operation am Fuß. Mahlknecht wird den Heilungsfortschritt durch aktuelle Bilder dokumentieren und dann dem Radiologen übermitteln.

Radiologietechnologen machen mit modernsten Technologien Bilder vom Körperinneren, bereiten diese durch Bildbearbeitung und Bildanalyse auf und liefern wichtige Grundlagen für die Diagnose des Arztes. Der Mix aus Medizin und Technik bzw. Patientenkontakt und Hightech-Gerät ist für Mahlkecht das Spannende an ihrem Beruf. Ein Interesse an Technik und Physik sowie ein Blick für Details sind für Radiologietechnologen genauso wichtig wie Einfühlungsvermögen und Feingefühl. 

"Spannend ist auch, dass wir mit ganz unterschiedlichen Patienten zu tun haben, vom Kind bis zum Senioren, vom Frischverletzten bis zum chronisch Kranken", erklärt die Zirlerin mit leuchtenden Augen.

Mahlknecht hat nach der Matura überlegt, Medizin zu studieren, stieß dann aber bei Informationsgesprächen auf den Beruf des Radiologietechnologen. "Mir gefällt an diesem Beruf, dass der Werdegang nicht so langwierig ist wie beim Medizinstudium. Nach sechs Semestern kann man gleich voll ins Berufsleben einsteigen", so Mahlknecht.

Radiologietechnologie ist ein sechssemestriges Fachhochschul-Bachelorstudium. Das Aufnahmeverfahren besteht aus einem schriftlichen Eignungstest und einem Aufnahmegespräch. "Besonders wertvoll während der Ausbildung sind die vielen Praktika, bei denen man bereits an der Klinik mit den Patienten arbeitet", erklärt Mahlknecht. Radiologietechnologen arbeiten meist in Krankenhäusern, privaten Röntgenpraxen, Ambulatorien und Rehazentren. Die Hightech-Geräte verbessern sich laufend, daher gibt es für Mahlknecht und ihre Kollegen regelmäßige Schulungen. Den Fortschritt der Radiologietechnologie zu beobachten, fasziniert die 37-jährige besonders.

Berufsportrait:


Voraussetzungen: medizinisches Verständnis, physikalisch-technisches Interesse, analytisches Denkvermögen, schnelle Auffassungsgabe, räumliches Vorstellungsvermögen, Einfühlungsvermögen, hohes Verantwortungsbewusstsein.
Ausbildung: Der Radiologietechnologie-Bachelorstudiengang wird am fhg-Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol angeboten.

Von Denise Neher, erschienen am  09.02.2020 in der Tiroler Tageszeitung

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