Jobportrait: Forsttechniker - Mit Hightech beruflich an der frischen Luft

Mit Motorsäge, Helikopter und Drohne sorgen Forsttechnikerinnen und Forsttechniker dafür, dass die heimischen Wälder optimal gepflegt werden. Die Ausbildung ist vielseitig, die jungen Fachkräfte sind gefragt.

Tirols Forstunternehmen sind auf der Suche nach Fachkräfte-Nachwuchs für den heimischen Wald. 390 Forstunternehmen gibt es im Land. Wenn es um die Pflege und kompetente Fällung von Baumbeständen in Stadt- und Waldgebieten geht, kommen ForsttechnikerInnen und ForstfacharbeiterInnen zum Einsatz.

„Aufgrund der schnell voranschreitenden Technologisierung sind bestens ausgebildete MitarbeiterInnen die Grundlage, um unsere Wälder weiterhin optimal zu pflegen und somit die Umwelt zu schützen“, betont Bernhard Stefan Müller, Obmann der Fachgruppe Gewerbliche Dienstleister in der Wirtschaftskammer Tirol (WK).

Mittlerweile gehören Hightech und Forstwirtschaft demnach untrennbar zusammen. Die Anforderungen an die Fähigkeiten und das technische Verständnis der Arbeitskräfte würden zudem immer größer. Bereits der Umgang mit der Motorsäge wolle schließlich gelernt sein. In steilem oder schwer zugänglichem Gelände kommen neben Helikoptern und Drohnen spezielle „Harvester“ (zu Deutsch Holzvollernter) zum Einsatz. Die Maschinen fixieren und fällen die Bäume, entasten die Stämme und stapeln sie für den Abtransport. Oft werden die Maschinen mit voll automatisierten Seilbahnen kombiniert.


Forsttechniker leisten einen großen Beitrag zur Waldpflege in Tirol.
Sie schaffen Licht und Luft für Jungwälder.

Seit 2016 gibt es an der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Rotholz im Zillertal die Ausbildung zum/r ForsttechnikerIn. Es ist die einzige Ausbildungsstätte ihrer Art in ganz Österreich und Südtirol. Mit 2021 wurden bislang 23 Absolventen verabschiedet, darunter eine Frau. Neben der theoretischen Grundlagenvermittlung steht die Praxis im Vordergrund.

Die Ausbildung zum Forsttechniker oder zur Forsttechnikerin ist vielseitig. Als ForstfacharbeiterIn bringt man bereits die erste Grunderfahrung mit, auf die aufgebaut werden kann: Aufforstung, Waldpflege und Holzernte. Da die Ausbildung zum/r ForsttechnikerIn technisch um einiges anspruchsvoller und generell tiefgehender ist, sind auch MechanikerInnen, SchlosserInnen oder HydraulikerInnen sehr gefragt.

„Der Beruf ist für all jene interessant, die sich für Technik begeistern können und gerne eigenverantwortlich inmitten von Natur und Bergen arbeiten möchten“, erklärt Mathias Abler, Forstunternehmer und Lehrlingsbeauftragter der WK Tirol.

Obmann Bernhard-Stefan Müller wirbt aktiv für das Berufsbild: „ForstunternehmerInnen benötigen immer mehr hochqualifiziertes Personal.“

Berufsportrait


Voraussetzungen: Begeisterung für Technik und Freude an der Arbeit in der Natur und den Bergen
Ausbildung: Ausbildung zum/r ForsttechnikerIn an der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Rotholz im Zillertal

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Erschienen am 21.09.2021 in der Tiroler Tageszeitung

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