Jobportrait: Immobilienmakler - Es braucht gespitzte Ohren und offene Augen

Klaus Graf vermittelt Immobilien im Raum Innsbruck – von der ersten Besichtigung bis zum Vertragsabschluss steht er als Berater zur Stelle.

Was einen guten Makler ausmacht, ist seine Menschenkenntnis und sein Einfühlungsvermögen: „Man muss schon gut zuhören können und sich auch in den Kunden hineinversetzen, um die passende Immobilie zu finden. Immerhin sucht man für den jeweiligen Kunden ein neues Zuhause“, erzählt Klaus Graf. Graf ist Immobilienmakler und arbeitet seit 13 Jahren in dieser Branche.

„Mein Tag beginnt meist im Büro – für Marktbeobachtungen, die Beantwortung von E-Mails, Terminvereinbarungen und sonstigen organisatorischen Tätigkeiten“, erzählt der studierte Instrumental und Gesangspädagoge. Die Besichtigungen finden dann meist „am Tagesrand und nachmittags statt – wenn die Kunden dann vor oder nach ihrer eigenen beruflichen Tätigkeit Zeit haben“.

Als selbstständiger Immobilienmakler scheint es vor allem wichtig, ständig offene Augen und gespitzte Ohren zu haben:

„Neben Mundpropaganda und Empfehlungen durch Bekannte finde ich meine Aufträge durch das aufgebaute Netzwerk, zielgerichtete Werbung und manchmal nur durchs Hinschauen und Hinhören“, erklärt er.

So kann auch ein leer stehendes Haus inmitten von Innsbruck durchaus ein neuer Auftrag für den Immobilienmakler sein – oft müsse man nur nachforschen und nachfragen.

Prinzipiell sind Immobilientreuhänder aber auch für die Wertermittlung der jeweiligen Immobilie, der richtigen Vermarktung in Exposés sowie für die Prüfung der Käuferbonität zuständig. Als Makler „überprüft man auch immer, ob die rechtlichen Voraussetzungen für einen Verkauf oder eine Vermietung stimmen“, erklärt Klaus Graf. Dies sei vor allem „haftungstechnisch eine heikle und herausfordernde Sache, die große Genauigkeit erfordert“. Neben dem Kunden steht ein selbstständiger Makler auch in Kontakt mit Bankkaufleuten sowie der zuständigen Hausverwaltung.

Zusätzlich zu den zum Verkauf freistehenden Immobilien ist ein weiterer Bestandteil seines Aufgabenbereichs auch die Vermittlung von Mietwohnungen und den neuen Mietern. Auf Anfrage beschäftigt sich Klaus Graf auch nur mit einzelnen Zimmern – „wenn beispielsweise Studenten- WGs auf der Suche nach einem neuen Mitbewohner sind“. Es braucht gespitzte Ohren und offene Augen.

Berufsportrait: Immobilienmakler


Voraussetzungen: Freude an der Arbeit mit Menschen, Flexibilität, Interesse an vielen Gebieten, Fleiß, Organisationstalent, ausgeprägte Kommunikations-, Verhandlungs- und Verkaufsfähigkeit, Freude am Beraten, Beobachtungsfähigkeit, Genauigkeit, Menschenkenntnis.

Ausbildung: In Tirol gibt es am WIFI einen Vorbereitungskurs auf die erforderliche Befähigungsprüfung zum „ImmobilientreuhänderIn“, am BFI den Kompaktlehrgang als „ImmobilienmaklerassistentIn“.

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