Jobportrait: Innenarchitekt - Nicht nur Optik, auch Funktion muss stimmen

"Von Beratung zu Beleuchtung bis Materialien: Innenarchitekt Armin Hausberger muss seine Kunden erst kennen, bevor er mit der Arbeit beginnen kann."

Innsbruck - Von der Beratung zu Beleuchtung und Mobiliar bis hin zur Raumaufteilung und Materialien: Innenarchitekten planen mit Kreativität sowohl ästhetisch als auch funktionell. Nach absolvierter Tischlermeisterprüfung und seiner Tätigkeit in einem Büro für Inneneinrichtungen entschloss sich der Innsbrucker Armin Hausberger im Jahr 2004 dazu, sein eigenes technisches Büro für Innenarchitektur zu eröffnen.

Für den Beruf als Innenarchitekt ist ein gut funktionierendes Arbeitsteam Voraussetzung. Immerhin wird laufend an vielen Projekten gleichzeitig gearbeitet, weshalb eine regelmäßige interne Abstimmung enorm wichtig sei. Dabei begleitet Armin Hausberger seine Kunden oft schon vor Baubeginn, um sozusagen "das Grund(riss)-Konzept in die Architektur zu integrieren". Andere Kunden wiederum "wünschen Veränderungen an bereits bestehenden Räumlichkeiten". Für die Planung wird dafür alles genau berechnet und bemessen. Zusätzlich werden Skizzen erstellt, um dem Kunden das Konzept visuell zu veranschaulichen - viele Innenarchitekten greifen hier auf 3D Planungsmodellezurück.

Zu seinen häufigsten Kunden zählen neben Hotels vor allem auch Privatpersonen. Seine Hilfe wird dabei oft aus familiären Gründen benötigt: Wenn es beispielsweise um die Familienplanung geht und man Räume für Kinder einplanen oder schaffen will. Aber auch wenn die eigenen Kinder erwachsen werden und ihr Heim irgendwannwieder verlassen, "möchte man den Platz vielleicht für andere Dinge nutzen oder überhaupt die gesamte Raumaufteilung des Objekts verändern".

Was die Umsetzung seiner Projekte betrifft, so hat Hausberger durchaus seine eigene Handschrift:

"Unser Stil zeichnet sich durch Minimalismus, Geradlinigkeit und vor allem auch durch Zeitlosigkeit aus."

Aber nicht nur die gewünschte Optik gilt es umzusetzen: Für ein gelungenes Endergebnis muss auch der Kunde als Person unter die Lupe genommen werden - denn "die Kundenanalyse ist entscheidend", meint der Innsbrucker. Innenarchitekten müssen im Auge behalten, wer der Kunde ist und was für ihn im Alltag wichtig und praktisch ist: "Die Wohnbedürfnisse von Familien mit Kindern unterscheiden sich zumeist grundlegend von den Kunden, die als Paarzusammenleben." Auch das Alter, Tagesabläufe oder Gewohnheiten spielen eine große Rolle für die ideale Innenarchitektur. Die größte Herausforderung hat allerdings weder mit Kundenwunsch noch Kundenanalyse zutun: Denn "spannend wird es, wenn wir unsere Kreativität und das Budget des Kunden vereinbaren sollen", erklärt Hausberger. "Gute Innenarchitektur zeichnet jedoch aus, dass sie ein architektonisches Gesamtkonzept mit den Möglichkeiten und Bedürfnissen des Kunden verbindet. Bis dato haben wir immer gute Lösungen gefunden."

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Berufsportrait:


Voraussetzungen: räumliches Vorstellungsvermögen, Kreativität, Einfühlungsvermögen, lösungsori-entiertes Denken
Ausbildung: Ein eigenes Innenarchitekturstudium gibt es derzeit nur in NÖ, in allen anderen Bundesländern gibt es Studiengänge für Architektur im Allgemeinen.

Von Leni Nachbaur, erschienen am 31.10.2020 in der Tiroler Tageszeitung

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