Jobportrait: Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin - Vielseitiger Lehrberuf im weißen Kittel

Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenten müssen organisatorische, kaufmännische, aber auch praktische Arbeit leisten.

Innsbruck – „Ich bin vor allem für die Betreuung der Warenwirtschaft und für die magistrale Zubereitung von beispielsweise Salben, Tropfen und Kapseln zuständig“, erzählt Natalija Rogić, pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin der Stadtapotheke in Innsbruck. Außerdem hilft die Angestellte auch im Verkauf und bei der Kundenbetreuung mit.

Rogić ist bereits seit 18 Jahren als pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin in Apotheken tätig. „Schon in meiner Schulzeit habe ich mich für diesen Beruf begeistert und wusste sofort, das sich später einmal in einer Apotheke arbeiten möchte“, erzählt sie. Als pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz könnte man neben Apotheken allerdings auch in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens oder auch in Drogerien, Reformhäusern und Kosmetikgeschäften arbeiten.

Der Arbeitstag beginnt für die Angestellte meist damit, neue Lieferungen entgegenzunehmen, aufzuräumen und zu sortieren.

„Einen Großteil meiner Arbeitszeit verbringe ich im Back Office und im Labor, um mich um die Versorgung und Aufbereitung der Ware und der Produkte zu kümmern“, erzählt sie.

Dabei arbeitet sie im Labor vor allem beim Zubereiten verschiedener Arzneimittel mit. „Zwischendurch helfe ich aber auch bei der Kundenbetreuung und im Verkauf mit“, erklärt Rogić.

Die tagtägliche Abwechslung wird von der PKA am meisten geschätzt. Doch der Beruf birgt durchaus auch seine Herausforderungen. Diese bestünden beispielsweisedarin, „sich ständig weiterzuentwickeln, immer professioneller in der Beratung zu werden, um die Kunden bestmöglich zufriedenzustellen“. Vor allem seit der Corona-Pandemie merke man gerade im Kundenkontakt Unterschiede: „Unsere Arbeit mit den Kunden ist durch die Pandemie etwas emotionaler geworden“, erzählt sie.

Zu ihrem Beruf gehört es außerdem, sich ständig weiterzubilden und Workshops zu belegen. „Die Pharmazie ist ständig im Wandel – so muss ich mich beispielsweise immer wieder mit neuen Produkten und Techniken befassen“, erklärt sie. Auch die Weiterentwicklung in Sachen Kundenberatung sei für die PKA wichtig, um „noch besser informieren und beraten zu können“.

Berufsportrait:


Voraussetzungen: Kontaktfreudigkeit, Ausdrucksfähigkeit, Organisationstalent, Interesse für pharmazeutische und kaufmännische Tätigkeiten
Ausbildung: : in Tirol an der Fachberufsschule für Handel und Büro in Innsbruck; Vorbereitungen für die außerordentliche Lehrabschlussprüfung am BFI oder am WIFI

Von Leni Nachbaur, erschienen am 16.10.2021 in der Tiroler Tageszeitung

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