Jobportrait: Pressesprecher – Sie sind die Stimme des Unternehmens

Pressesprecher arbeiten an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Medien. Patrick Dierich ist seit 15 Jahren Sprecher des Flughafen Innsbruck.

Innsbruck - In dieser Woche hat der Flughafen Innsbruck wieder den Betrieb aufgenommen und das Handy von Patrick Dierich läutet aus diesem Grund besonders oft. Der 47-Jährige ist als Pressesprecher des Innsbrucker Flughafens der Hauptansprechpartner für Journalisten. Pressesprecher geben Interviews, verfassen Texte für Pressemitteilungen, die Firmen-Webseite, Unternehmenspublikationen sowie Fachzeitschriften und leiten Pressekonferenzen. Sie fertigen Pressespiegel an, konzipieren PR-Maßnahmen und beraten die Geschäftsführung bei der öffentlichkeitswirksamen Formulierung der Unternehmenspolitik. Dabei arbeiten sie meist mit der Marketingabteilung oder direkt mit den Führungsorganen des Unternehmens zusammen. In Notfällen müssen sie Tag und Nacht Rede und Antwort stehen. Auch der Flughafen Innsbruck besitzt einen Krisenplan für den Fall eines Unglücks.

"Der Pressetext ist schon so vorgeschrieben, dass man nur noch das Wichtigste ergänzen muss und sogar die Namensschilder für die Pressekonferenz sind schon gedruckt", erklärt Dierich.

Pressesprecher arbeiten angestellt, sind aber auch freiberuflich als PR-Berater tätig. Eine dezidierte Ausbildung zum Pressesprecher gibt es nicht. Viele Pressesprecher haben Marketing-, Kommunikations- oder PR Studiengänge belegt und wichtige Erfahrungen im Medienbereich gesammelt, waren also selbst mal Journalisten. Auch ein Quereinstieg in den Beruf des Pressesprechers ist möglich. In vielen Unternehmen werden Experten gesucht, die spezifisches Fachwissen mitbringen bzw. über relevante Berufserfahrungen verfügen. Dierich hat das Tourismuskolleg besucht, nebenbei für einen Reiseveranstalter gearbeitet und war anschließend im Marketingbereich der Tirol Werbung tätig. Berufsbegleitend hat er internationales Management am MCI studiert."Ein Pressesprecher muss sehr kommunikativ sein und außerdem Unternehmenszusammenhänge verstehen", erklärt Dierich. Unbedingt erforderlich sei außerdem ein umfangreiches Netzwerk. "Pressesprecher brauchen ausgezeichnete Kontakte sowie ein gutes Vertrauensverhältnis zu Medien, Behörden und wichtigen Personengruppen", so Dierich. Der gebürtige Mainzer ist seit 2003 beim Flughafen Innsbruck beschäftigt, seit damals ist sein Aufgabengebiet immer mehr gewachsen: Zunächst war Dierich Marketingleiter, dann kam der Pressebereich dazu, seit 2014 ist er Prokurist und seit 2019 stellvertretender Flughafendirektor.

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Von Denise Neher, erschienen am 04.07.2020 in der Tiroler Tageszeitung

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