Jobportrait: Tennislehrer – Spaß am Unterrichten darf nicht fehlen

Tennislehrer Giorgio steht seit gut 40 Jahren mit Leib und Seele am Platz. Individuelles Training gibt es für jede Altersgruppe.

Innsbruck - "Beides gleichzeitig funktioniert nicht: Man kann nicht zur selben Zeit Medizin studieren und nebenbei am Platz stehen und den Leuten Tennis beibringen. Da musste ich mich entscheiden." Georg Harm, der von allen auch "Giorgio" genannt wird, hat sich vor etwa 40 Jahren fürs Tennis entschieden. Seitdem bringt er Jung wie Alt bei, wie man den Schläger richtig hält und schwingt. Anfangs noch in Vorarlberg tätig, fand Harm später seine Heimstätte zum Tennis-Lehren in Igls: "Das ist nicht so einfach - einen Club zu finden, in dem man sich etwas aufbauen und ganzjährig Tennis-Stunden geben kann." Normale Arbeitszeiten gibt es nicht: "Ich versuche es prinzipiell, meinen Schülern recht zu machen und richte mich bei der Planung nach ihnen." Die einzige Konstante in der Stundenplanung betrifft das Jugendtraining: "Der Nachmittag gehört der Jugend. Da kommt kein Erwachsener dazwischen. An diesem Prinzip halte ich fest, und so war es auch schon immer am Parkclub in Igls." In den Sommermonaten widmet sich Harm vor allem den ganz Kleinen, die noch am absoluten Anfang ihrer Tenniskarriere stehen:

"Die Kinderkurswochen finden auch heuer wieder in den Sommerferien statt. Da können dann Kinder ab vier Jahren den Ballsport ausprobieren."

Am meisten schätzt der Trainer "die Vielseitigkeit, Menschen jeder Altersgruppe zu unterrichten, sowie die Tatsache, jemandem etwas beibringen zu können, was einen selbst fasziniert und begeistert". Doch die Vielseitigkeit der einzelnen Schüler stellt für Harm auch täglich eine Herausforderung dar: "Eigentlich ist man prinzipiell Lehrer. Aber man kann Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verschiedenen Alters nicht auf dieselbe Art und Weise Tennis beibringen. Das funktioniert nicht. Diese flexible Art zu lehren, kann man sich selbst als Lehrer auch nur durch "learning by doing" aneignen." Welche Voraussetzungen sollte man als Mensch also mitbringen, um Tennislehrer zu sein? "Man sollte selbst gut Tennis spielen können." "Der Spaß am Unterrichten darf natürlich auch nicht fehlen - dazu gehört dann aber auch ein hohes Maß an Geduld. Körperliche Fitness ist auch notwendig, wenn man zum Beispiel im Sommer bei 30 Grad im Schatten stundenlang am Platz steht", erklärt Georg Harm. Er betont außerdem den Unterschied zwischen Trainern, die fix an einem Tennisclub unterrichten - so wie er selbst -, und Trainern, die sich auf ein oder zwei Spieler in ihrer Karriere konzentrieren: "Als Club Trainer gibt es einen ganz anderen Bezug zum ganzen Geschehen. Man begleitet viele Spieler über mehrere Jahre hinweg. Und auch die jährliche Trainingswoche in Italien schweißt den Club und seine Mitglieder zusammen. Da kennt man sich untereinander sehr gut."

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Von Leni Nachbaur, erschienen am 27.06.2020 in der Tiroler Tageszeitung

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