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Mehr als Tischfußball spielen
Offene Jugendarbeit ist ein unterschätzter Player am Bildungssektor. In Jugendzentren lernen junge Menschen im informellen Rahmen wertvolle Fertigkeiten für Gesellschaft und Arbeitsmarkt.

Innsbruck – Aus den Boxen tönt Hip-Hop. Eine Gruppe von Jugendlichen sitzt im Halbkreis um einen PC und ein Mischpult. Während im Hintergrund die Musik läuft, erklärt ein Jugendarbeiter der Gruppe, wie man Beats produziert. Die Jugendlichen hören interessiert zu, andere sitzen an der Bar und diskutieren über den Text des laufenden Liedes. Aus dem Nebenraum dringen Lachen und das Klacken von Billardkugeln. Ein normaler Tag im Jugendzentrum.
Die Offene Jugendarbeit (OJA) birgt unzählige Möglichkeiten, Jugendliche in das gesellschaftliche Leben zu integrieren und sie sich in ihrer Rolle als aktive und engagierte Mitbürger erproben zu lassen“, sagt Martina Steiner von der Plattform Offene Jugendarbeit Tirol (POJAT).
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„Wir begleiten die Entwicklung junger Menschen am Übergang von der Kindheit in die Erwachsenenwelt. Außerdem unterstützen wir Beteiligungsprozesse und die Mitsprache von Jugendlichen in unserer Gesellschaft“, erklärt sie. Dabei spiele Bildungsarbeit eine wichtige Rolle: „Während unserem Tun geschieht laufend informelle Bildungsarbeit. Im Rahmen von Workshops und Mitmachangeboten der OJA lernen Jugendliche neue Fertigkeiten und setzen sich mit gesellschaftlichen Phänomenen auseinander.“ Anders als zum Beispiel in der Schule, passiere das Ganze auf der Basis von Freiwilligkeit und damit sei die Motivation eine ganz andere, sagt Fabian Rinderer, Leiter des Jugendzentrums Blaike in Völs. Ein Hip-Hop-Workshop habe nur vordergründig nichts mit Bildung zu tun. „Die Jugendlichen lernen hier zum einen technische Skills, zum anderen entwickeln sie Textkompetenz und Kritikfähigkeit“, erklärt der Jugendarbeiter. Bildung als etwas zu sehen, das eine unmittelbare praktische Relevanz haben müsse, verstelle uns die Chance, Eigeninteresse zu entwickeln, das vielleicht erst später nützlich werde, sagt er. Auch die Art und Weise, wie seine Kollegen und er mit den Jugendlichen in Beziehung träten, trüge maßgeblich zu deren positiver Entwicklung bei.
„Während manche Kids in der Schule oder in der Lehre Erfahrungen von Scheitern, Ablehnung oder gar Demütigung machen, erfahren sie bei uns positive Bestätigung.“ Der auf Akzeptanz und Respekt basierende Grundton in Jugendzentren sei für die Jugendlichen Motivator und Stütze, so Rinderer. Anders als viele andere bildungspolitische Akteure schaffe es die OJA, den Jugendlichen Interesse an ihrer Person zu vermitteln. „Wenn Jugendliche merken, dass man sich für sie und ihre Zukunft interessiert, ohne Druck auszuüben, dann kann man ihre Beiträge dazu auch einfordern“, erklärt er. Das könne im Jugendzentrum ganz locker während einer Runde Tischfußball passieren.
Neben der Förderung von für Sozial- und Berufsleben wichtigen Fähigkeiten erfülle die OJA noch andere Funktionen, erklärt Steiner. „Die OJA erreicht auch jene Jugendlichen, bei denen sich andere Institutionen schwertun. So kann man früh ansetzen, wenn jemand Hilfe braucht.“ Eine weitere Funktion von offenen Räumen für Jugendliche bringt Rinderer auf den Punkt: „Junge Menschen brauchen auch Orte, wo sie einfach sein können. Sie müssen lernen, dass man auch mal unproduktiv sein darf. Denn nur wer sich guterholen kann, der kann auch gut arbeiten."
Offene Jugendarbeit in Tirol:
Mit Ende 2023 gibt es 109 Standorte Offener Jugendarbeit mit 260 Arbeitsplätzen, zumeist in Teilzeit.
Anstellungsträger sind zu etwa 75 Prozent die Gemeinden selbst. In anderen Fällen sind es Vereine, GmbHs oder ähnliche Strukturen.
Im Jahr 2023 wurden fünf neue Jugendzentren eröffnet.
Die POJAT unterstützt Gemeinden bei der Implementierung und Weiterentwicklung von Jugendeinrichtungen.
Von Natascha Mair, erschienen am 04.05.2024 in der Tiroler Tageszeitung
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