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Natur im Büro der Zukunft
Durch Biophiles Design kann eine gesunde Arbeitsumgebung geschaffen werden. Wie das Büro der Zukunft genau aussehen soll, wird am Fraunhofer Institut erforscht.

Stressmindernd und leistungserhaltend, so soll die Arbeitsumgebung sein. Und hier kommt das so genannte Biophilic Design ins Spiel. Denn die Integration von Natur in Büros, die derzeit international stark im Trend liegt, sei nicht nur ästhetische Spielerei, sondern „sie hat nachweisbare Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiten den“, erklärt Annika Wigger vom Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP in Stuttgart.
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Großflächige, lebende Begrünung entspreche dem Bedürfnis von Büronutzenden nach mehr Natur, und immer mehr Unternehmen würden darauf setzen. Das Fraunhofer Institut bietet auch Beratung zu „Green Change“-Projekten. „Unsere Aufgabe ist es, solche Projekte wissenschaftlich zu begleiten. Und natürlich erforschen wir die Wirkzusammenhänge in Labor- und Feldstudien, ins besondere den Einfluss von akustischem und visuellem Biophilic Design auf kognitive Leistung, Erholung und Stress erleben.“ Auch wenn es ein guter „Einstiegspunkt“ sei, Moosbilder aufzuhängen und viele Pflanzen aufzustellen, so gehe ein wissenschaftlich fundierter Biophilic-Design-Ansatz doch tiefer.
Drei verschiedene Ebenen
„Er basiert auf einer integrierten Gestaltung, die unsere menschliche Sehnsucht nach Natur auf drei verschiedenen Ebenen anspricht.“ Das beginne bei der direkten Naturerfahrung durch echtes Tageslicht, Wasser, Vegetation und frische Luft. Bei der indirekten Naturerfahrung spiele die Verwendung von natürlichen Materialien wie Holz und Stein, organische Formen und eine naturnahe Farbpalette die Hauptrolle. Ergänzt werde dies durch eine bewusste Gestaltung der Raumerfahrung, „die zum Beispiel einen Ausblick nach draußen ermöglicht, geschützte Rückzugsorte oder fließende Übergänge zwischen Innen und Außen schafft“, so Wigger. Räume, die uns ganzheitlich ansprechen, sind besonders wirksam.

Biophiles Design entspricht der menschlichen Sehnsucht nach Natur.
Es ist „die Kombination aus visuell-akustischen Reizen, haptischen Oberflächen und feinen Gerüchen, die eine Atmosphäre schafft, in der wir uns instinktiv wohlfühlen“. Solche multisensorischen biophilen Umgebungen können die kognitive Leistung und die Zufriedenheit der Nutzer deutlicher steigern als rein visuelle Maßnahmen.
Eindrücke müssen stimmig sein
Damit Biophilic Design funktioniere, sei unter anderem die Reizkongruenz entscheidend: „Unsere Sinne sind evolutionär darauf programmiert, stimmige Naturerlebnisse zu verarbeiten. Wenn wir beispielsweise ein Wasserelement sehen, er wartet unser Gehirn auch das entsprechende akustische Plätschern. Klaffen visuelle und akustische Eindrücke aus einander, entstehe ein als unangenehm empfundenes „sensorisches mismatch“, also eine Diskrepanz.
„Je mehr Sinne wir harmonisch ansprechen, desto stärker sind die positiven Effekte auf das subjektive Stressempfinden und die kognitive Leistung.“ Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Kontinuität der Naturerfahrung: „Biophilic Design entfaltet sein volles Potenzial erst durch die wiederholte und anhaltende Auseinandersetzung mit der Natur innerhalb des gebauten Umfelds. Dabei ist die selbstverständliche Integration in den Innenraum entscheidend, um eine dauerhafte positive Wirkung auf die Nutzenden zu erzielen“, erklärt die Wissenschaftlerin.
Erschienen am 04.04.2026 in der Tiroler Tageszeitung
Ursprung Biophiles Design:
Entstehung: Der Begriff „Biophilie“ wurde erstmals von dem amerikanischen Biologen Edward O. Wilson in den 1980er-Jahren geprägt. Er beschreibt die menschliche Neigung, sich mit der Natur verbunden zu fühlen.
Das Konzept des Biophilic Designs entwickelte sich aus dieser Idee und wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Architektur und Stadtplanung integriert.
Philosophische Grundlage: Biophilic Design basiert auf Erkenntnissen aus Psychologie, Biologie und Architektur, die zeigen, dass natürliche Elemente wie Licht, Pflanzen, Wasser und organische Formen das Wohlbefinden steigern können.
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