Neues an den Tiroler Hochschulen 2019

Tirols akademische Bildungseinrichtungen erweitern ihr Angebot um neue Ausbildungsinhalte, Studiengänge und Studienstandorte. In diesem Artikel finden Sie zusammengefasst alle Neuerungen für die Tiroler Hochschulen.

KPH Kirchliche Pädagogische Hochschule – Edith Stein

Lehrerinnenausbildung jetzt auch mit Master
Das Angebot der KPH Edith Stein umfasst die Lehrerinnenausbildung für sämtliche Fächer und Schultypen. Im Herbst 2019 startet zum ersten Mal das Masterstudium für das Lehramt Primarstufe (= Volksschule) in Stams im Tiroler Oberland. Dieses richtet sich an alle Absolventen eines vierjährigen Bachelorstudiums Primarstufe sowie an jene eines dreijährigen Bachelorstudiums in Kombination mit einem Erweiterungsstudium. Sowohl Bachelor- als auch das Erweiterungsstudium können ebenso in Stams studiert werden. Das Stift Stams bietet dabei eine besondere Atmosphäre für das Lernen und Studieren. Lehrveranstaltungen der Studienrichtung Lehramt Sekundarstufe (= NMS, PTS, AHS, BMHS) finden in Stams und an den jeweiligen Partnereinrichtungen in Innsbruck statt. Die Religionspädagogik wird neben Stams auch an den Hochschulstandorten Salzburg und Feldkirch in ebenso eindrucksvollem Ambiente angeboten. Perfekt ausgestattete Räumlichkeiten, kleine Gruppen und individuelle Betreuung machen das Studieren an der KPH Edith Stein zu einem besonderen Erlebnis und sind hervorragende Voraussetzungen für eine Ausbildung auf höchstem Niveau. Die Möglichkeit eines Auslandsemesters bietet Studierenden zusätzliche Eindrücke und rundet das Studienprogramm ab.


fh gesundheit

Pflegestudium in sechs Tiroler Bezirken und neue Masterprogramme
Die fh gesundheit bietet ein breit gefächertes Angebot an praxisorientierten Studiengängen und Lehrgängen im Bereich der Gesundheitsberufe an. Aktuell können wir uns über 1.000 Studierende freuen – Tendenz stark steigend, denn ab Oktober 2019 wird der FH-Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege in Kooperation mit der UMIT und den Bezirkskrankenhäusern Kufstein, Lienz, Reutte, Schwaz und Zams in ganz Tirol angeboten. In Innsbruck kann man sogar im März mit dem dreijährigen Bachelorstudium beginnen. Insgesamt werden über 1.000 zusätzliche Studienplätze vom Land Tirol finanziert. Damit soll eine exzellente Versorgung der Tiroler Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sichergestellt werden. Auf Masterebene gibt es auch einige Neuheiten. Mit dem MBA im Gesundheitswesen haben wir ein attraktives Management- und Führungsprogramm für Mediziner und Angehörige der Gesundheitsberufe zusammengestellt. Mit dem neuen Masterprogramm Ernährungskommunikation bieten wir ebenfalls den im Berufsleben stehenden Angehörigen von allen Gesundheitsberufen eine spannende und zeitgemäße Vertiefung ihrer Kompetenzen in diesem Bereich an. Auch das Curriculum des Masterlehrgangs Klinische Diaetologie wurde überarbeitet und erstrahlt im neuen Glanz.


FH Kufstein Tirol


Data Science und Digital Marketing
Der Studiengang Data Science & Intelligent Analytics stattet die Studierenden seit Herbst 2018 mit Fähigkeiten in der intelligenten Datenanalyse aus. Schwerpunkte sind die Verarbeitung großer Datenbestände in DataScience-Labs, sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Der berufsbegleitende Masterstudiengang vermittelt Kompetenzen für die Erhebung, Integration, Speicherung, Analyse und Nutzung sowie den innovativen Umgang mit Daten. Außerdem erwerben die Studierenden Kompetenzen in der Organisation und Führung datengetriebener Projekte und Produkte. Das neueste Produkt der FH Kufstein Tirol startet vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria im Herbst 2019: der Masterstudiengang Digital Marketing in Vollzeit. Berufsbegleitend bildet die Fachhochschule bereits seit 2013 Marketingexperten aus, vier Jahrgänge haben seitdem erfolgreich abgeschlossen. Um den Erfolg des Studiengangs einer größeren Zielgruppe zugänglich zu machen, bietet die FH Kufstein Tirol Digital Marketing jetzt auch in Vollzeit an. Der Studiengang vermittelt Kompetenzen in Marketing, Kreativität und Webtechnologie und kombiniert diese mit sozialen und Führungsqualitäten.


Medizinische Universität Innsbruck


Bolognakonforme Studien der Molekularen Medizin
Neben den beiden klassischen Studien der Human- bzw. Zahnmedizin und weiterführenden Doktoratsstudien bietet die Medizinische Universität Innsbruck die in Österreich einzigartigen bolognakonformen (Bachelor und Master) Studien der Molekularen Medizin an. Diese Studien stellen wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Ausbildungen für Studierende dar, die ihre Zukunft in der Aufklärung der molekularen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit sehen. Die Methoden der Molekularbiologie und Zellbiologie sind stark verankert, haben dabei aber immer die humanmedizinische Forschung im Fokus. Das Studium ist damit eine der wichtigsten Brücken zwischen Grundlagenwissenschaften und Praxis. Durch die Verbindung des naturwissenschaftlichen Wissens verschiedener Disziplinen mit den aktuellen Erkenntnissen der Humanmedizin bildet die Medizinische Universität Innsbruck Experten aus, welche die Kenntnisse von medizinischen Experten und Molekularbiologen vereinen. Das Studium stellt eine zukunftsorientierte Alternative zu klassischen Grundstudien der Biologie, Chemie oder Pharmazie dar und konzentriert sich inhaltlich vor allem auf molekulare Aspekte im medizinischen Kontext.


Pädagogische Hochschule Tirol

Ende Juni 2019 schließen erste AbsolventInnen der LehrerInnenbildung Neu ab.
Die Studierenden, die Ende Juni 2019 das Bachelorstudium „Lehramt für Primarstufe“ abschließen, sind nach einer Mindeststudiendauer von vier Jahren (Acht Semester und 240 ECTS-AP) die ersten Absolventinnen und Absolventen der LehrerInnenbildung Neu. Nach diesem Bachelorabschluss sind sie berechtigt, an Volksschulen zu unterrichten. Für eine dauerhafte Anstellung ist ein weiterführendes Masterstudium innerhalb von maximal fünf Jahren nach Abschluss des Bachelorstudiums notwendig. Im Studienjahr 2019/20 startet erstmals das Masterstudium (Zwei Semester und 60 ECTS-AP) für das „Lehramt für Primarstufe“. Dieses Studium kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden. Neu ist auch die Ausbildung von Mentorinnen und Mentoren, die Lehrerinnen und Lehrer nach dem Konzept der LehrerInnenbildung Neu im ersten Dienstjahr begleiten. Das Lernen mit digitalen Medien hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und wird auch weiterhin von neuen Erkenntnissen geprägt werden. An der Pädagogischen Hochschule Tirol werden somit bei Lehrveranstaltungen zunehmend e-Learning-Tools angeboten. Die PH Tirol bildet Pädagoginnen und Pädagogen für Berufsschulen, berufsbildende mittlere und höhere Schulen, Volksschulen, Sekundarstufe Allgemeinbildung sowie für Freizeitpädagogik und Lernhilfe aus.


UMIT Hall

Neue Studien
Aktuell bietet die Privatuniversität UMIT mit Sitz in Hall in den Bereichen Psychologie, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft und Technik sechs Bachelorstudien, vier Masterstudien, acht Doktoratsstudien, sechs Universitätslehrgänge und zwölf akademische Ausbildungen im Rahmen der UMIT-Academy an. Neu dazugekommen sind im vergangenen Jahr das Bachelorstudium Elektrotechnik, die Universitätslehrgänge Health Information Management und Mediation und Konfliktmanagement und die Ausbildung zum akademischen Begleitexperten für Menschen mit Autismus-SpektrumLebensbedingungen. Aktuell befinden sich fünf neue Studien an der Privatuniversität im Akkreditierungsverfahren. Bei Genehmigung starten folgende Studien im Herbst 2019: Das Masterstudium „Advanced Nursing Practice“, das Masterstudium „Pflege und Gesundheitspädagogik“, das Masterstudium „Pflege und Gesundheitsmanagement“, das Master-Studium „Public Health“ – eine Kooperation von Universität Innsbruck, Medizinische Universität Innsbruck und UMIT – und das Masterstudium „Regional- und Destinationsentwicklung“ – ein Joint Degree Program mit der Universität Innsbruck, das auf das Bachelorstudium „Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus“ aufbaut. Infos unter www.umit.at/studien.


Universität Innsbruck

Digitalisierung im Fokus
Informatik, Mechatronik, Physik, Klimaforschung, Elektrotechnik, aber auch Biologie, Archäologie, Sprachwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften: In nahezu jedem Bereich, zu dem an der Universität Innsbruck geforscht wird, kommen digitale Werkzeuge zum Einsatz und ermöglichen bzw. unterstützen Forschung auf höchstem Niveau. Mit der Einrichtung von 14 Nachwuchsprofessuren, die sich quer über alle Fachrichtungen mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen werden, setzt die Universität Innsbruck einen Schwerpunkt in diesem wichtigen Zukunftsthema. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen werden gemeinsam im neugegründeten Digital Science Center Innsbruck zusammenarbeiten und neue Ansätze und Lösungen für das wissenschaftliche Arbeiten im digitalen Zeitalter erforschen. Diese Schwerpunktsetzung findet auch breiten Niederschlag im Studienangebot der Universität Innsbruck. So bietet zum Beispiel die Fakultät für Betriebswirtschaft seit heuer den Universitätslehrgang Digital Business (MSc) an und reagiert damit auf die gestiegene Bedeutung der Digitalisierung für die betriebswirtschaftliche Forschung. Studierende aller Studienrichtungen werden künftig die Möglichkeit haben, sich entweder im Rahmen ihrer Wahlmodule oder aber über eigene Ergänzungsstudien jene Kenntnisse anzueignen, die für ihr Fach im Bereich der Digitalisierung relevant sind, und ihnen damit einen entsprechend guten Start ins Berufsleben ermöglichen. Im Gegensatz zu den meisten anderen österreichischen Hochschulen planen wir für das kommende Jahr auch keine Zugangsbeschränkungen zu den Studien. Ganz im Gegenteil: In Innsbruck sollen Eingangshürden so weit wie möglich wegfallen.


Dieser Artikel ist im "Bildung & Karriere in Tirol 2019" erschienen. 

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