Verschärfter Mangel bei IT-Experten

IT-Fachkräfte werden immer stärker gebraucht. Hinzu kommt, dass in vielen Unternehmen zu wenig Weiterbildungsmöglichkeiten für die IT-Abteilung angeboten werden.

Wien – Die Digitalisierung hat seit Ausbruch der Corona-Pandemie bei den Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Doch die passenden Fachkräfte und ihr Wissen fehlen immer öfter. Eine aktuelle Umfrage von Deloitte und LSZ bestätigt das. Neben einem starken Fokus auf Cyber-Sicherheit hat sich in den vergangenen Jahren der ohnehin schon allgegenwärtige Arbeitskräftemangel deutlich zugespitzt. Das erfordere ein Umdenken in der Personalarbeit, erklärte Deloitte.

Im Rahmen einer Studie hat Deloitte Österreich in Kooperation mit dem LSZ österreichweit 118 IT-Leiter zu aktuellen Herausforderungen befragt. Dabei zeigte sich: Die Unternehmen haben den digitalen Boost seit Beginn der Corona-Pandemie genutzt und sind bei der umfassenden Digitalisierung auf einem guten Weg. „Vor allem Sicherheitsthemen spielen heute eine essenzielle Rolle. Initiativen rund um die eigene Cyber Security stehen weit oben auf der Agenda der Unternehmen – die gestiegene Bedrohungslage schlägt sich großflächig in den Aktivitäten der Unternehmen nieder“, analysiert Karin Mair, Managing Partnerin in der Risk Advisory bei Deloitte Österreich. Gleichzeitig ist laut Umfrage aber ein weiteres Thema in den Fokus gerückt: Das Finden und Halten der richtigen Talente beschäftige derzeit massiv die IT-Abteilungen und beeinflusst auch die Innovationsbestrebungen, sagte Mair.

Generell spiegele sich die angespannte Lage am Arbeitsmarkt in den Umfrageergebnissen wider. So bezweifeln fast zwei Drittel der Befragten, dass sie in den nächsten Monaten die benötigten Skills und Talente zur Verfügung haben werden. Vor allem der IT-Bereich ist stark betroffen. „Die Herausforderungen liegen nicht nur in der Verfügbarkeit passender Kapazitäten und Fähigkeiten, sondern auch in deren kontinuierlicher Weiterentwicklung. Die Halbwertszeit von Skills liegt im Tech-Bereich aktuell bei nur zwei Jahren. Das setzt viele Betriebe unter Druck“, betont Anna Nowshad, Partnerin im Consulting bei Deloitte Österreich.

Von (TT), erschienen am 15.10.2022 in der Tiroler Tageszeitung

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