Von Social-Media-Managern und Data-Analysten

Weltweit gibt es Schätzungen zufolge, rund 14 Millionen App-Entwickler. Vor 15 Jahren lag diese Zahl bei null. Wer online erfolgreich sein will, braucht Social-Media-, Content- und Data-Manager. Die Digitalisierung nimmt – aber sie gibt auch Jobs.

Innsbruck – Wie ein Damoklesschwert hänge die Angst vor einem Verlust unzähliger Jobs durch die Digitalisierung über der Gesellschaft, sagt Mario Eckmaier. Der Tiroler ist Digitalisierungsbeauftragter der Wirtschaftskammer, setzt sich schon seit den 1990ern mit der digitalen Transformation auseinander und weiß, „immer wenn nicht ganz klar ersichtlich ist, was passiert, entsteht Angst“.

Das sei auch verständlich, aber man könne sich „jetzt zu Tode fürchten oder wir lassen uns darauf ein, denn aufzuhalten ist die Entwicklung ohnehin nicht“. Zwar werde es in manchen Bereichen zu einem massiven Wegfall von Beschäftigung kommen, in anderen werde es aber viel mehr Arbeit geben. So werden repetitive Jobs der Automatisierung zum Opfer fallen. Doch „wenn etwas Altes wegbricht, kommt immer etwas Neues hinzu“, sagt Eckmaier und schildert: „Vor 15 Jahren gab es noch keine App-Entwickler, heute sind es Schätzungen zufolge weltweit rund 14 Millionen Menschen, die damit ihr Geld verdienen.“

Corporate Blogger, Community Manager, Social Media Editor, alleine im Bereich der sozialen Medien gibt es zahlreiche neue Berufsbilder. Noch wichtiger werden in Zukunft aber wohl all jene Berufszweige, die in Richtung Data-Management, Künstliche Intelligenz und Robotik gehen, sagt Eckmaier. Viele der neuen Jobs werden also „wissensintensiv“, Statistiker, Mathematiker und Co. künftig hart umkämpft. Um Kinder schon früh an die neuen Berufsbilder heranzuführen, bietet Eckmaier „Coding4kids“ an. Also einen einwöchigen Ferienworkshop für Kinder von zehn bis 14 Jahren, in denen die Kids spielerisch die Technik kennen lernen können. Der Workshop ist kostenlos, „um allen Kindern einen Zugang zu ermöglichen“, so Eckmaier.

Doch wie kann man lernen, was gerade entsteht? Für viele der neuen Berufsbilder gibt es „noch keinen so klaren Ausbildungsweg wie etwa für einen Tischler“, erklärt er. Die Arbeitswelt heute sei geprägt von einer neuen Flexibilität, vieles entstehe durch ein Hineinschnuppern und Ausprobieren.

Das seien aber auch gute Nachrichten für Quereinsteiger, sagt Eckmaier. Und: Neugierde sei essentiell. Denn gerade im Online-Bereich verändern sich Dinge wahnsinnig schnell, dadurch „entstehen ständig neue Chancen“, sagt der Experte. Man müsse aber auch bereit sein, offen zu bleiben und zu lernen. Gleichzeitig bilden sich aber auch neue Ausbildungsberufe, etwa der E-Commerce-Kaufmann. (ah)

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