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„Weiterbildung in den Fokus rücken“
Die repräsentative Studie „Weiterbildung in Österreich 2025“ zeigt aktuelle Trends in der Weiterbildungslandschaft und soll Orientierung für Personalverantwortliche liefern.

Innsbruck – Die aktuelle Studie „Weiterbildung in Österreich 2025“ im Auftrag der „Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung“ beleuchtet die aktuelle Landschaft der beruflichen Erwachsenenbildung und soll zeigen, wie Weiterbildung als Schlüssel zur Bewältigung moderner Herausforderungen fungiert. Durchgeführt wurde die Untersuchung von dem unabhängigen Markt- und Sozialforschungsinstitut MAKAM Research. Die Studie, die bereits zum 17. Mal durchgeführt wurde, basiert auf einer repräsentativen Befragung von 400 Personal-Verantwortlichen und Geschäftsleitungen aus Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden.
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die wachsende Bedeutung der Weiterbildung in der österreichischen Wirtschaft. 50 Prozent der Befragten erwarten einen Bedeutungszuwachs, während nur drei Prozent von einer abnehmenden Relevanz ausgehen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den finanziellen Investitionen wider: 24 Prozent der Unternehmen haben für 2025 ein höheres Weiterbildungsbudget eingeplant als im Vorjahr, während 68 Prozent das Budget konstant halten und lediglich sieben Prozent eine Reduktion vorsehen. Trotz eines leichten Rückgangs der Geschwindigkeit der Budget-Zuwächse zeigt der Trend eine kontinuierliche Steigerung der Investitionen in Weiterbildung.
E-Learning als Ergänzung
Die Studie hebt hervor, dass Weiterbildung in Österreichs von Unternehmen als zentraler Wettbewerbsfaktor angesehen wird. Besonders Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung, technische Weiterbildungen sowie Programme zur Gesundheitsförderung und zum Arbeitnehmerschutz werden als besonders vorteilhaft wahrgenommen. Persönlichkeitsentwicklung steht mit 39 Prozent an erster Stelle, gefolgt von technischen Kompetenzen und gesundheitsbezogenen Themen.
Ein weiterer Fokus liegt auf den Lernformaten, die sich im Wandel befinden. „Während klassische Präsenztrainings weiterhin stark vertreten sind, haben sich digitale Lernformate und Blended Learning als stabile Ergänzungen etabliert“, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Der Wissenstransfer zwischen Generationen gewinnt ebenfalls an Bedeutung, insbesondere im Kontext des bevorstehenden Ruhestands vieler erfahrener Mitarbeitender. Unternehmen setzen auf strukturierte Maßnahmen, um wertvolles Erfahrungswissen an jüngere Generationen weiterzugeben, wobei Peer-to-Peer-Learning in 68 Prozent der Unternehmen praktiziert wird.

Für die Hälfte der Unternehmen wird laut Studie Weiterbildung in den kommenden Jahren eine größere Bedeutung einnehmen als bisher.
KI wird immer wichtiger
Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) wird von den Personalverantwortlichen überwiegend positiv bewertet. 74 Prozent geben an, eine sehr oder eher positive Haltung gegenüber KI einzunehmen, was einer Steigerung von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Einsatz von KI in der Weiterbildung nimmt deutlich zu: 37 Prozent der befragten Unternehmen nutzen KI bereits in ihren Weiterbildungsaktivitäten, während weitere 34 Prozent dies in naher Zukunft planen. KI wird in vielfältigen Bereichen eingesetzt, darunter automatisierte Kommunikationssysteme, digitale Onboarding-Assistenten und die Generierung von Lernunterlagen.
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Bei der Auswahl von Weiterbildungsanbietern legen Unternehmen besonderen Wert auf die Kompetenz der Trainer:innen. Dieses Kriterium wurde am häufigsten als ausschlaggebend genannt, wobei 98 Prozent der Befragten es für wichtig halten. Die Studie zeigt auch, dass Unternehmen politische Unterstützungsmaßnahmen als notwendig erachten, um Weiterbildung breiter zugänglich und attraktiver zu gestalten. Steuerliche Anreize, staatliche Förderprogramme und Bildungsschecks sind dabei besonders gefragt.
Insgesamt verdeutlicht die Studie, dass Weiterbildung nicht nur ein Werkzeug zur persönlichen und beruflichen Entwicklung ist, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen investieren Unternehmen weiterhin in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden und setzen auf innovative Ansätze, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.
Erschienen am 26.07.2025 in der Tiroler Tageszeitung
Das Wichtigste aus dem Artikel:
Vielfalt der Weiterbildung: Die Studie zeigt, dass Weiterbildung in der österreichischen Wirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. 50 Prozent der Unternehmen erwarten einen Bedeutungszuwachs, und 24 Prozent planen höhere Budgets für 2025. Besonders geschätzt werden Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung, technischen Kompetenzen und Gesundheitsförderung.
Digitale Lernformate und Wissensaustausch: E-Learning und Blended Learning haben sich als wichtige Ergänzungen zu Präsenztrainings etabliert. Unternehmen setzen auf strukturierten Wissensaustausch zwischen Generationen, wobei Peer-to-Peer-Learning in 68 Prozent der Unternehmen praktiziert wird.
Rolle der Künstlichen Intelligenz: Die Mehrheit der Personalverantwortlichen bewertet KI positiv und setzt sie zunehmend in der Weiterbildung ein. 37 Prozent der Unternehmen nutzen bereits KI, während 34 Prozent dies planen. Die Kompetenz der Trainer:innen bleibt ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl von Weiterbildungsanbietern.
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